Schon traditionell ist das Urgestein der Tourenskiwettkämpfe in Österreich – der Laserzlauf der erste große Kräftemessen der Saison. So trafen sich auch bei der 24. Ausgabe wieder die Spitzenleute aus allen Bundesländern nahe Lienz um den langen Anstieg zum Laserztörl under die Füße zu nehmen. Großer Abwesender war Alex Lugger – er schon im frühen Weltcup-Einsatz in den fernen Pyrenäen. Mit dabei auch wieder eine kleine Delegation starker Damen und Herren aus Deutschland. In Summe wieder ein stattliches Feld von rund 140 Tourenbegeisterten die von der Alpenraute Lienz auf den Weg geschickt wurden. Am „Roadbook“ beinah die Originalstrecke – und das bei den bescheidenen Schneeverhältnissen in Österreich. Ca. 650hm ging des mit Ski am Rucksack nach oben, die restlichen Höhenmeter auf die gesamt 1850 dann auf Ski. Im Gelände vom Törl runter bis zur Karlsbader Hütte, aber hier den Fahrweg mit guter Schneeauflage bis zur Dolomitenhütte – dem Ziel. D.h. lediglich die letzten Pistenhöhenmeter zum Kreithof mussten gestrichen werden.
Auf der Alpensüdseite zeigt sich das Wetter wiedereinmal von seiner besten Seite. Angenehme -4 Grad am Start, nur leicht bewölkter Himmel und so gut wie kein Wind auch am höhsten Punkt der Strecke. Nach dem Startschuss pünktlich um 8.30 gings auf dem Forstweg die ersten beide Kehren über gut 150hm nach oben. Genügend Zeit für jeden im Feld sich einzusortieren. Dann rein in den Steig Richtung Lavanteralm, zu Beginn noch aper, später aber mit harter Schnee und Einkruste überzogen – sowohl mit Turnschuhen, als auch mit Tourenskischuhen war sauberes Gehen gefragt. Damit auch gleich zu einer Frage des Tages – die meisten der Topleute haben sich dafür entschieden, sich mit den leichten Laufschuhen an den Beinen zu starten, die Ski mit angeschnallten Schuhen am Rucksack und das ganze nach 30-40min in der „offiziellen Wechselzone“ zu tauschen.
Von Beginn an bis zur Anschnallen maschierten die Favoriten noch geschlossen bzw. mit geringen Abständen. Aber schon fast mit den ersten Metern auf Ski zog Hans Wienland unwiderstehlich davon und praktisch keine „Diskussion“ um den ersten Platz aufkommen. Tom Wallner (3. am Törl) tauscht mit Georg Simair, dem Zweiten auf dem höchsten Punkt noch in der Abfahrt die Plätze. Sonst gab es relativ wenig Gerangl. Peter Oberauer mit sich auch in der Abfahrt noch dem deutschen „Altmeister“ Franz Grassl geschlagen geben. Bärenstark im Aufstieg – und da mit immer wieder herausgehoben werden – zeigt sich Siegi Hochenwarter. Sepp und Elmar Tritscher tauschten im ersten Drittel des Anstiegs noch tlw. die Plätze, bevor sich dann Elmar aber etwas Abstand machen konnte, der bis zum Törl ziemlich unverändert blieb. Von Elmar wieder eine enorm starke Vorstellung und ein weiterer Schritt vorwärts in den Ergebnislisten.
1. Wieland Hans 1,49,55 ATOMIC-SUUNTO
2. Wallner Thomas 1,52,54
3. Simair Georg 1,53,03
7. Oberauer Peter 1,57,00 ATOMIC-SUUNTO-Team
14. Tritscher Elmar 2,02,35 ATOMIC-SUUNTO-Team
16. Tritscher Sepp 2,04,18 ATOMIC-SUUNTO-Team
Teamwertung: Eine ziemliche klare Angelegenheit für das ASTC Power-Team (Wallner, Stock, Hochenwarter), die den Vorjahressieg wiederholen. ATOMIC-SUUNTO am sehr guten zweiten Rang (Wieland, Oberauer, Tritscher) vor dem Hagan-Martini-Team (Simaier, Klocker, Wörter)
Abschließend ein Kurz-Resumee: Absolut souverän Hans Wieland, nochmals einen Schritte nach vorne von Elmar, absolut solide Leistungen von Peter und Sepp. D.h. durchwegs positiv und nur wenig Grund zum Grübeln oder entäuscht zu sein.